Pressemitteilung – 1.Februar 2009
8000 Stuttgarter feiern Open Fair
4. Stuttgarter Open Fair (SOFa 2009) erzeugt „Neue Energie“
Über 8000 Menschen kamen am Samstag zum 4.Stuttgart Open Fair (SOFa 2009) auf den Schlossplatz. Das im offenen Netzwerk von über 50 Initiativen veranstaltete Festival des Wandels bot ein vielfältiges Programm unter dem Titel „Energie für eine andere Welt“. Die Besucher konnten auf der „WeltBühne“ in Liveschaltungen die Atmosphäre des Weltsozialforums in Belem miterleben. Dota Kehr, die „Kleingeldprinzessin“, war der musikalische Höhepunkt und begeisterte das Publikum mit ihrem Charme, Witz und ihrer entwaffnenden Natürlichkeit. Das Forum 3 lockte 400 Besucher in Workshops über die Finanzmarktkrise, 60 Jahre Nato, Welthandel, Globale Soziale Rechte, Agrotreibstoff, Alternative Energien und Gentechnik. Über 40 Infoständen säumten den „WeltStattMarkt“ auf dem Schlossplatz.
Die Suche nach Lösungen für die akuten globalen Krisen zog sich durch das ganze Festival. In der Auftaktveranstaltung rief Susan George/Mitgründerin von Attac dazu auf, die Finanzmarktkrise zu nutzen, um die tiefer liegenden sozialen und ökologischen Krisen zu lösen. Dies kann nur durch ein Zurückführen der Banken auf ihr Kerngeschäft, die Kreditvergabe, unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten erreicht werden. Spekulationsgeschäfte gehören verboten.
Ursula Sladek von den Elektrizitätswerken Schönau zeigte eine Perspektive „2015 Stuttgarter Stromnetz in Bürgerhand“ auf. Das ist möglich“ so Sladek, „wichtig ist, jetzt schon zu planen. In Schönau bedurfte es 46 Gemeinderatsitzungen und zwei Bürgerentscheide, bis wir letztendlich das Stromnetz erwerben konnten.“
"Mit dem Stuttgart Open Fair bringen wir das Weltsozialforum und das Engagement für eine gerechtere, friedlichere und ökologisch nachhaltige
Welt mitten auf den Schlossplatz", sagte Johannes Lauterbach, Mit-Organisator des SOFa 2009. "Wir zeigen, dass die Lösung globaler Probleme hier bei uns gesucht werden muss und es dafür vielfältige Ansätze sowie eine breite Bewegung engagierter Menschen gibt“ so Lauterbach weiter. Hierin wurden wir auch von den Gesprächspartnern aus Belem während der Liveschaltung bestärkt.
Das SOFa schafft es erneut, durch seine internationale, weltoffene und vielseitige Atmosphäre, ein klares Zeichen zu setzen für die Wende hin zu 100% erneuerbaren Energien und Fairem Handel in allen Lebensbereichen.
Einmal mehr hat sich bestätigt, dass es auch im Winter möglich ist, ein politisches und kulturelles Festival zu machen“, so Reinhard Hauff/DEAB, „das Stuttgart Open Fair ist ein Erfolgsrezept um mit den Themen der Globalisierung, Umwelt und der Sozialen Bewegung die Menschen auf der Straße anzusprechen. Ich freue mich jetzt schon auf das Stuttgart Open Fair 2010“.
